Schach

.. dies Spiel ist ein Probierstein des Gehirns

(Johann Wolfgang von Goethe)

Inhalte:
Lernen – Üben – Anwenden

[Strategie – Taktik – die 3 Spielphasen – Stellungsbeurteilung etc.]

Das Schachspiel wird von der achten bis zur zehnten Klasse in Form eines Wahlpflichtfa­ches mit eigenem Rahmenplan unterrichtet.

Welchen Nutzen für die Schüler erhofft sich die Schule davon?

  • Genaueres Hinschauen bei Aufgabenstellungen
  • Situations-/Aufgabenanalyse vor Aktionismus.
  • Verbesserung der Konzentration.
  • Lernen des Umgangs mit Niederlagen.
  • Stärkung des Selbstwertgefühls.
  • …und vieles mehr.

Mit Schach verbinden sich posi­tive Eigenschaften, die besonders geschult werden, wie

  • logisches Denken,
  • Konzentrationsfähigkeit,
  • Kombinationsvermögen,
  • Übersicht,
  • Problemlösungsfähigkeit,

 

Schach fördert im Bereich des Denkens vor allem die Konzentrationsfähigkeit und das folge­richtige, logische Denken.

Das stark überarbeitete Schach-Curriculum  – Curriculum und Schachlehrplan [ neueste Fassung: September 2017!] kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
Download: Curriculum Schach 10. September 2017

Nach 3 Jahren Schachunterricht stelle ich die Erfahrungen hier zur Verfügung:

Erfahrungsbericht nach drei Jahren Schachunterricht

 

Das fünfseitige „Schulisches Curriculum“ Schach kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: Schulisches Curriculum 2016

 

Außerdem wurde der Schachunterricht von dem Team von Prof. Stubbe von der Universität Göttingen wissenschaftlich begleitet. Hier das Abschlussgutachten zum Download! Schachzug-Zweiter Messpunkt2

Kontakt: [email protected] oder [email protected] oder 040-428-93530

 

Im Januar 2017 wurde dem Gymnasium Ohlstedt offizielle die Plakette als „Deutsche Schachschule“ verliehen (auf dem Bild links Franz Reisgis (OStR für Geographie, Sport, Informatik und Schach), rechts der Schulleiter Hendrik Löns)

 

 

Schach als Fach an der Schule? Wie funktioniert das denn?

Das schreibt die FACHPRESSE über unser Unterrichtsfach für logische Denker und Strategen:

„Mittlerweile ist es amtlich und durch Studien belegt: Schach tut gut. Es fördert Konzentrationsfähigkeit, problemlösendes Denken und soziale Kompetenz. Das gefällt der Schulbehörde. So gibt es am Hamburger Gymnasium Ohlstedt Schach seit kurzem als Schulfach. So richtig. Mit Hausaufgaben, Klausuren, Noten. Also: (Matt) setzen, eins!

Seit diesem Schuljahr [2014] können die Schüler des Gymnasiums Ohlstedt für ihren Wahlpflichtunterricht in den Klassen 8-10 auch einen Schachkurs (Schach als Fach!) belegen. Schach am Gymnasium, das hat schon Tradition – allerdings als Schulschachgruppe auf freiwilliger Basis. Schach als echtes Unterrichtsfach mit Tests, Klausuren und Noten, das ist neu in Deutschland. Die Vorbereitung und der Start des Unterrichts machen deutlich, dass Schach in der Schule nicht nur Spaß bedeutet, sondern auch Arbeit – auf beiden Seiten des Lehrerpults.

 

Franz Reisgis im Schachunterricht

Schüler bei der Konzentration (hier: Schulschachturnier 12/2016)

 

Die abgebildete Stellung stammt aus der Partie Hort gegen Dolezaj, Meisterschaft der CSSR 1963, und für die Schüler geht es darum herauszufinden, dass der Bauer e5 hängt, weil der f-Bauer gefesselt ist.

Weiß zieht und gewinnt

 

Die Idee und die konzeptionelle Arbeit hinter diesem Wahlpflichtfach wurden von dem Lehrer Franz Reisgis entwickelt, der ansonsten in den Fächern Geographie, Sport und Informatik unterrichtet. Aufbauend auf schon bestehenden Untersuchungen zum Thema Schach in der Schule, den Erfahrungen des Schachgymnasiums Altensteig und natürlich auch auf seiner langjährigen Erfahrung als Lehrer hat er ein ausführliches und instruktives Curriculum erstellt, das auf der Homepage der Schule – Link – auch zum Download zur Verfügung steht.

In diesem Curriculum hat er insbesondere herausgearbeitet, dass Schach in der Schule nicht nur eine Spielerei ist, sondern dass es vor allem sinnvolle Wechselwirkungen zu anderen Fächern gibt. Vor allem unterstützt und entwickelt Schach die Konzentrationsfähigkeit, Problemlösungskompetenz und die soziale Kompetenz der Schüler. Grund genug für das Gymnasium Ohlstedt hier neue Wege zu beschreiten. Herr Reisigs selbst kann direkt unter [email protected] angeschrieben werden.

Auch die notwendigen Vorbereitungen lagen in seinen Händen. Er überzeugte Schulleitung und Elternrat und kümmerte sich um die – auch materielle Unterstützung – verschiedener Schachfirmen und Verlage. Neben der ChessBase GmbH, die Software zur Verfügung stellte, sind hier Chessware, Schachversand Ulrich, Euroschach Dresden und iSchach zu nennen. Weiteren wertvollen Input, insbesondere in inhaltlicher Sicht, gab es durch Herr Mallmann von der IGS Trier und den Schachlehrern Klaus Lindörfer, Heinz Brunthaler und Harald Schneider-Zinner.

Der laufende Kurs wird wissenschaftlich begleitet von einem Team der Uni Göttingen um Prof. Stubbe, dem darum geht, weitere Erkenntnisse über den Nutzen des Schachs in Bezug auf fächerübergeifende Fähigkeiten zu gewinnen. Aber auch für die 21 Schüler, die an diesem Unterricht teilnehmen, geht es über eine Spielstunde heraus. Schließlich ist hier etwas Disziplin gefragt, wenn es um die Führung eines Schachordners geht oder die Erledigung von Hausaufgaben auf dem Programm steht. Schließlich geht es hier nicht nur um Punkte für den Sieg in einer Partie, sondern um Noten für das Zeugnis. Dies wurde gleich in der ersten Stunde deutlich, als es ein Begrüßungsgeschenk gab, aber die beigefügte CD vor allem auch Hausaufgaben enthielt.

Das rote Band kennzeichnet die Aufgabensammlung als Geschenk.

Blick auf die Gruppe (2014)

Bei den Schülern sind gute Grundkenntnisse des Schachs vorhanden, immerhin waren einige vor zwei Jahren Hamburger Mannschaftsmeister der Beobachtungsstufe, und so ist der Unterricht auch schachlich durchaus anspruchsvoll. Die Schüler bekommen Aufgaben (z.B. Stellungsbewertungen und natürlich viele taktische Aufgaben) und müssen sich erst einmal alleine mit der Aufgabe beschäftigen.

Schach fördert problemlösendes Denken

Dann werden die Lösungen der Schüler erörtert und wenn nötig, vom Lehrer, ergänzt. Dann werden auch Partien mit einer Bedenkzeit von 15 bis 20 Minuten gespielt. Mitschreiben und spätere Analyse gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm des Unterrichts. Beabsichtigt ist auch die weitere Teilnahme an Turnieren und die Schaffung der „Corporate Identiy“ für die Schachmannschaften der Schule nach schuleigenen Vorbildern (z.B. durch die Namensgebung „OhlChess“).

Zum Abschluss sollen noch einmal Lehrer und Schüler zu Wort kommen:

Warum gibt es plötzlich Schach am Gymnasium?

Dazu Schachlehrer Franz Reisgis: „Zunehmende Konzentrationsprobleme von Schülern und der Wunsch, die Fähigkeit, der Schüler vernetzt zu denken und Probleme adäquat zu lösen, zu fördern, bestärkten mich in meinem Vorhaben, Schach als reguläres Fach auch am Gymnasium zu unterrichten. Dazu kommt der große Zuspruch von Schülern für die Teilnahme an den Hamburger Mannschaftsmeisterschaften sowie dem Turnier Rechtes gegen Linkes Alsterufer. In erster Linie möchte ich mit Hilfe des Schachs auf der pädagogischen Ebene die Problemlösungskompetenz der Schüler steigern und die Konzentrationsfähigkeit fördern. In diesem Vorhaben wurde ich dann vom Schulleitungsteam und dem Elternrat bestärkt.“

Maria Shirov-Michna (14): „Ich spiele seit acht Jahren Schach. Für mich ist das Sport! Ich beschäftige mich auch außerhalb des Schachunterrichts mit Schach und glaube, dass mir Schach auch in anderen Fächern hilft. Jede Partie ist anders, egal, wie sehr du dich auf eine Partie vorbereitest, es ist immer unklar, was der Gegner zieht.“

Hannes Helbig (13): „Ich spiele seit acht Jahren Schach und Schach ist für mich auch Sport. Vor allem mag ich gerne Denksport!“

Mandy Gosch (14): „Ich spiele seit vier Jahren Schach. Für mich ist Schach Denksport und Hobby. Außerhalb des Schachunterrichtes spiele ich regelmäßig mit Geschwistern und Freunden. Schach könnte dabei helfen, die Konzentration zu fördern und die Ausdauer zu steigern.“

William Bernhardt (13): „Vor fünf Jahren habe ich das erste Mal Schach gespielt, dann aber lange nicht mehr. Schach ist für mich Sport – Denksport. Ich denke, dass ich mich in anderen Fächern verbessern kann. Mir gefällt, dass man denken (!) und sich auf vieles gleichzeitig konzentrieren muss.“

 

Text: Martin Fischer (Schach Nachrichten-Chessbase) nach Angaben von Franz Reisgis

 

 

 

 

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