EUROPA

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WIR SIND DIE ERSTE EUROPASCHULE IN HAMBURGS NORDEN!

Senator Rabe zeichnet das GO als Europaschule aus!

Am 4. Mai 2018, dem landesweiten EU-Projekttag in Hamburg, war es endlich soweit. Nachdem alle Jahrgangsstufen (5-11) – mit Ausnahme der unterrichtsbefreiten Abiturienten – in künstlerischen, sportlichen und politischen Projekten rund um das Thema Europa gearbeitet hatten, zeichnete Bildungssenator Ties Rabe das Gymnasium Ohlstedt in einem feierlichen Festakt als erste Europaschule in Hamburgs Norden aus.

Zuvor nahm sich der Senator 60 Minuten Zeit, mit knapp 200 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 10 und 11 unter der Überschrift „EUROPA, QUO VADIS?“ in einer spannenden Podiumsdiskussion über die visionären Ideen Präsident Macrons, die zögerlichen Reaktionen aus Berlin sowie Europaskeptizimus in Osteuropa und anderswo zu diskutieren. Definitiv eine Politikstunde der anderen Art, die man nicht jeden Tag erlebt!

-> MARKT berichtete


Die anderen vier Hamburger Europaschulen befinden sich in Hamburg-Mitte und im Süden der Stadt, darunter eine Berufsschule, eine Grundschule und zwei Gymnasien.

Der Titel „Europaschule“ ist ein bundesweit einheitliches Qualitätssiegel, das Schulen für ihr Fremdsprachenangebot und interkulturelles Lernen, ihren politischen und sonstigen Unterricht rund um das Thema Europa sowie ihre internationale Vernetzung innerhalb Europas auszeichnet.

Bereits am 30. März 2016 wurden die entscheidenden Weichen für das neue EUROPA-Profil unserer Schule gestellt. Nachdem zunächst die Lehrerkonferenz mit großer Mehrheit für das neue EUROPA-Profil gestimmt hatte, folgten ein einstimmiges Votum des Elternrates und schließlich am 30.3. ein einstimmiges Votum der Schulkonferenz zugunsten des neuen Profils. Die Schulkonferenz ist das höchste beschlussfassende Gremium der Schule, in dem Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen vertreten sind.

Internationales Profil / Förderung des Europagedankens

In Erwartung einer positiven Entscheidung in allen beschlussfassenden Gremien hatten die Arbeiten zur Schaffung des neuen Profils bereits begonnen. Vorteilhaft war außerdem, dass die Schule bereits ebenso zahlreiche wie bewährte Bausteine vorweisen konnte, die ein EUROPA-Profil ausmachen.

Nun konnte der Antrag auf Zertifizierung als 5. Hamburger Europaschule bei der Schulbehörde eingereicht werden!

Bei dem neuen EUROPA-Profil handelt es sich nicht um ein weiteres Oberstufenprofil. Vielmehr handelt es sich um ein Profil, das die gesamte Schule in allen Jahrgangsstufen umfasst.

 

Um ein so komplexes Vorhaben koordinieren zu können, wurde bereits zu Beginn des Jahres eine EUROPA-Steuergruppe ins Leben gerufen, in der Lehrer, Eltern und Schüler vetreten sind. Die Gruppe achtet auf die Einhaltung & Aktualität unseres eigens entwickelten schulinternen EUROPA-Curriculums sowie die Erfüllung aller weiteren Qualitätskriterien für ein EUROPA-Profil Sie orientiert sich dabei an den länderübergreifenden Kriterien der deutschen Europaschulen:

„Europaschulen machen es sich zur Aufgabe, Schülerinnen und Schüler auf ein Leben im gemeinsamen Haus Europa vorzubereiten. Sie fördern die europa­orientierte interkulturelle Kompetenz durch Wissensvermittlung, Begegnung und Dialog mit Menschen anderer Länder und Kulturen. Alle am Schulleben Beteiligten leisten damit einen herausragenden Beitrag zur weltoffenen Erziehung der jungen Menschen und zum weiteren Zusammenwachsen  Europas.“

(www.bundesnetzwerk-europaschule.de)

Im Einzelnen erfüllen Europaschulen folgende Kriterien in besonderer Weise1:

  • Integration europäischer Themen [in den Unterricht]
  • [intensiviertes] Fremdsprachenlernen
  • Projektorientierte Schulpartnerschaften und Praktika
  • Personalqualifizierung und -entwicklung
  • [Vernetzung der] Europaschule in der Region
  • Qualitätssicherung

Unsere Schule, die WELTOFFENHEIT (gegenüber unseren europäischen Nachbarn und darüber hinaus) zu einem ihrer zentralen Leitbildziele erklärt hat, kann sich voll und ganz mit den Zielen der Europaschulen identifizieren. Der Schritt zu einem umfassenden Europaprofil ist für unsere Schule ein relativ kleiner, so dass wir bereits im Schuljahr 2015/2016 alle wesentlichen Qualitätskriterien für eine erfolgreiche Bewerbung als Hamburger Europaschule erfüllen konnten.

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In allen schulischen Gremien, die sich mit überwältigender Mehrheit für die Entwicklung unseres Europaprofils ausgesprochen haben, herrschte große Einigkeit, dass es gerade jetzt, in einer Zeit, in der Europa wie selten zuvor auf dem Prüfstand steht, eines klaren Bekenntnisses zu Europa bedarf, dass es gerade jetzt auf die Ideen und die Leidenschaft der europäischen Jugend ankommt, um das Projekt Europa einer kritischen und ehrlichen Bestandsaufnahme zu unterziehen, um Europa besser und demokratischer zu machen.

Denn hier sind wir uns mit US-Präsident Obama einig „…Die Vereinigung Europas ist eine der größten Errungenschaften der Neuzeit“ und darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.

 

AKTUELLE NEWS ZUM EUROPAPROFIL

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Norddeutsche Europabotschafterkonferenz

Am 28.2. fand zum zweiten Mal die norddeutsche Botschafterkonferenz der Botschafterschulen für das Europäische Parlament am Gymnasium Ohlstedt als Gastgeberschule statt. Über 70 Junior- und SeniorbotschafterInnen aus Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein kamen zusammen, um mit Unterstützung des EP-Informationsbüros in Berlin über aktuelle europäische Themen zu diskutieren sowie Ideen und Erfahrungen auszutauschen, wie man Schülerinnen und Schüler für europapolitische Fragen interessieren kann.

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Botschafterschule für das Europäische Parlament

PRESSEMITTEILUNG, Wohldorf-Ohlstedt, 6.10. 2017

Gymnasium Ohlstedt ist Botschafter für Europa! In einem feierlichen Festakt wurde das Gymnasium Ohlstedt als bisher erste und einzige Hamburger ‚Botschafterschule für das Europäische Parlament‘ ausgezeichnet. Knut Fleckenstein (MEP) würdigte als Emissär des Europaparlaments das Engagement der Schule in einer bewegenden Laudatio und überreichte zwölf engagierten Botschafterinnen und Botschaftern ihre offiziellen Ernennungsurkunden.

Etwa zweihundertfünfzig Gäste, darunter Elternvertreter, unsere dänischen Ehrengäste von der HUSKUM SKOLE in Kopenhagen sowie Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10-12, hatten in der Aula des Gymnasiums Ohlstedt Platz genommen, als Knut Fleckenstein (MEP) als offizieller Vertreter des Europäischen Parlaments das Engagement der Schule für die europäische Idee würdigte. In dem 2016 ins Leben gerufenen Projekt, an dem bisher bundesweit 28 Schulen beteiligt sind, geht es darum, dass Jugendliche sich durchaus kritisch mit der EU und ihren Institutionen auseinandersetzen, Ideen für die Zukunft des europäischen Projekts entwickeln und diese aktiv im Gespräch mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments diskutieren. Unterstützt von engagierten Lehrern (Seniorbotschafter) sind die Juniorbotschafter an ihren Schulen als Multiplikatoren tätig und gestalten dazu u.a. Projekttage, Infopoints, Webseiten oder führen Parlamentssimulationen und Umfragen zu aktuellen europäischen Themen durch. Auf regionalen Botschafterkonferenzen in Deutschland sowie europaweiten Events in Straßburg treffen die Jugendlichen auf Gleichgesinnte, um ihre Ideen und Erfahrungen auszutauschen. In seiner Laudatio hob Knut Fleckenstein die Bedeutung der europäischen Einigung als Friedensprojekt hervor und wie wichtig das Engagement gerade der Jugend sei, die viel zu oft die Vorzüge von Frieden, Freizügigkeit und Freihandel als selbstverständlich erachtete, da die Erinnerung an ein Europa von Krieg, Feindschaft, Armut und Hunger immer mehr verblasse. Gerade weil die europäische Einigung keineswegs vollendet sei und es noch viel Verbesserungsbedarf gebe, sei es so wichtig, dass junge Menschen sich einbringen und entweder mit den politisch Handelnden ins Gespräch kommen oder direkt selbst politisch aktiv werden.

Direkt im Anschluss an den feierlichen Festakt hatten dann die versammelten Schülerinnen und Schüler in einer sechzig-minütigen Podiumsdiskussion Gelegenheit, ihr politisches Interesse direkt unter Beweis zu stellen, „Rechtspopulismus in Europa“ war das Thema. In einer spannenden Diskussion versuchten zwei Juniorbotschafterinnen und weitere Expertinnen und Experten der Oberstufe gemeinsam mit Knut Fleckenstein zunächst einmal den Begriff Rechtspopulismus zu definieren und seine unterschiedlichen Ausprägungen in verschiedenen Mitgliedsstaaten der EU herauszuarbeiten. Besonders bewegt wurde das Gespräch, das durch Nachfragen eines interessierten Publikums unterstützt wurde, als der Verbleib Polens und Ungarns in der EU oder die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei diskutiert wurden. Die Frage, inwieweit das Erstarken des Rechtspopulismus auch auf eine Schwäche der europäischen Sozialdemokratie zurück zu führen sei, sowie andere Fragen quittierte der ebenso selbstkritische wie souveräne Sozialdemokrat Fleckenstein mit der Feststellung, dass ihn die Fragen „ganz schön ins Schwitzen“ brächten. Für die versammelten Schülerinnen und Schüler war die hoch aktuelle Veranstaltung mit Sicherheit eine Politikdoppelstunde der besonderen Art. Für das Gymnasium Ohlstedt ist die Zertifizierung als Botschafterschule für das Europäische Parlament ein weiterer wichtiger Meilenstein, um als drittes Gymnasium in den Kreis von bisher vier Hamburger Europaschulen aufgenommen zu werden.

 

 

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Wirtschaftspraktikum in Trento

(© picture-alliance/dpa)
Am Samstag, dem 25.03.2017 fuhren wir, eine Gruppe von vier Mädchen, gemeinsam nach Trento, die Hauptstadt der autonomen Region Trentino-Südtirol in Norditalien, um dort ein zweiwöchiges Praktikum zu absolvieren. Sara Lato und Greta Hess arbeiteten in dem Hotel Adige an der Rezeption, Jessna Pakzad ebenfalls an der Rezeption im Hotel Everest und Melina Nestoris in der Azienda per il Turismo Trento, Monte Bondone e Valle dei Laghi, dem lokalen Fremdenverkehrsamt für Trento und Umgebung. Wir wohnten bei unseren Austauschpartnerinnen und ihren Familien, deren Wohnungen in und um Trento waren. Einfamilienhäuser sind dort eher untypisch. Nachdem wir Zeit hatten, uns am Wochenende mit der Familie, unseren Partnerinnen und der Stadt vertraut zu machen, ging es am Montag zur Arbeit. Franca Covi-Garske und Signora dell’Eva begleiteten uns nacheinander zu unseren Praktikumsplätzen. Da Sara und Greta im selben Hotel waren, arbeiteten sie in zwei Schichten: eine von 8:00 bis 14:00 Uhr, die andere von 13:00 bis 19:00 Uhr. Nach einer Woche wurde getauscht. In den Hotels hatten wir alle ähnliche Aufgaben: Ein- und Auschecken, E-mails beantworten, Buchungen bestätigen und Gäste begrüßen. Dadurch, dass Trento viel deutschen Tourismus hat, war es für die Hotelbesitzer und natürlich auch für uns von Vorteil, dass wir Deutsch sprechen. So war eine Verständigung doch deutlich einfacher. Auch viele der Mitarbeiter in den Betrieben lernten oder sprachen mehr oder weniger fließend Deutsch und viele Schüler hatten „Tedesco“ in ihrem Stundenplan. Im Fremdenverkehrsamt gehörte das Beantworten von E-mails deutscher Touristen und das Übersetzen der Website von Englisch nach Deutsch an die Tagesordnung. Ich, Melina, saß im Front Office, und deutsche Touristen wurden jedes mal an mich verwiesen, da ich das beste Deutsch sprach. Zuvor wurde ich mit allen nötigen Informationen über Museen und Sehenswürdigkeiten in Trento und Umgebung versorgt, sodass ich schon bald selbständig arbeiten konnte. Wie alle hatten auch wir eine einstündige Mittagspause, in der wir gemeinsam mit den Mitarbeitern aßen. Wenn unser Arbeitstag vorbei war, trafen wir uns oft noch in Parks oder Cafés und genossen die warme Sonne, bevor dann jeder zu seiner Gastfamilie zum Essen ging. Die Hauptmahlzeit der Italiener ist Abends und nicht bei uns – wie gewohnt – am Mittag. Die ganze Familie war anwesend und es wurde Pizza, Pasta, Fleisch und Gemüse gegessen. Dazu gab es oft Weißbrot. Von den Eltern waren beide, Vater und Mutter berufstätig. Von Physiotherapeut über Dozentin an der Universität bis ehemaliger Besitzer und Lehrer einer Paragliding Schule war alles dabei. In Trento ist es ebenfalls üblich, über das Wochenende zu eigenen Skihütten in den Bergen fahren. So machten wir uns am Freitagabend mit Bus und Auto auf den Weg zum Monte Bondone, wo Jessnas Gasteltern eine kleine Hütte besitzen. Wir verbrachten eine Nacht ohne fließend Wasser und Heizung und wachten am Morgen unterkühlt auf. Umso schöner war die Sicht, die sich uns von dem kleinen Haus aus über das Tal bot. Alles in einem bot uns dieses zweiwöchige Praktikum einen sehr guten Einblick in das Leben und die Arbeitswelt Trentos und wir sind alle froh, ein solches Erlebnis gemacht zu haben.

Melina Nestoris

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Europatag – Ohlstedt-EM

Bei der Ohlstedt-EM im 9. Jahrgang haben die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs nicht nur spielerisch eine Nation verkörpert, sondern sich auch näher mit der Nation beschäftigt. So haben sie sich z.B. mit der Hymnen in der jeweiligen Landessprache und ihrer Bedeutung und einem wichtigen geschichtlichen Ereignis beschäftigt. Hier sind diese Nationen-Porträts verfügbar:

Teil 1: Belgien, Dänemark, Tschechien, Portugal, Polen

Teil 2: Spanien, Frankreich, Österreich, Niederlande, Italien, Irland

Bild: Bei der diesjährigen Ohlstedt-EM konnte sich Portugal im Finale mit einer starken Leistung gegen Polen durchsetzen (6:1) und ist Ohlstedt-EM Meister im Schuljahr 2016/17!

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GO in Copenhagen

GO in Copenhagen

On March 31st 2017 we – a group of pupils from Gymnasium Ohlstedt – came together at Hamburg Main Station in order to take the train to Copenhagen. We had already met our Danish exchange partners in autumn the year before when they had spent one week in our families in Hamburg. We all were in good mood and we were looking forward to seeing our matches again.

When we finally arrived in the Danish capital at 18:30 the Danish families were already waiting for us. We all were tired after the long trip but at the same time we were happy to see the Danish students again and to get to know their families.

We all spent the weekend with the respective host families. Some went for shopping or sightseeing in Copenhagen. Others met friends or just spent the weekend at home within the families.

On Monday we went to school with our partners. We did presentations about Danish sights which we had prepared before together. In the evening we all were invited to a party which was organized by one of the Danish girls. That was awesome.

Tuesday was the day we took the train to Roskilde and visited the Viking ship museum and learned a lot about the fascinating era of the Vikings. Afterwards we had the possibility to discover the city of Roskilde on our own. A specific highlight was the visit of the cathedral where we could see the graves of former Danish Kings and Queens .

The next day we visited the National Museum and the Copenhagen Zoo.

Thursday was our last entire day in Denmark. On that day we went to „Amalienborg Slot“, a palace the Danish Royal Family is still living in. The Change of the Guards in front of the palace was impressive and quite entertaining. After that we visited the „Rundetårn“, the Round Tower. We spent the evening at Tivoli, the famous amusement park in the center of Copenhagen. We all had so much fun.

Friday was the day of our departure back to Hamburg. The week went by so quickly – we couldn’t believe it. We all were looking forward to seeing our families again, although we were a little bit sad that we had to say goodbye to our host families which had been so friendly and hospitable.

The trip home itself was a bit inconvenient, because due to the fact that the rail track was blocked we had to take a bus drive to Hamburg instead. We eventually arrived in Hamburg in the late afternoon.

The week in Denmark (just as the week with the Danish in Germany) was a wonderful experience and we all are looking forward to our next exchanges in the upcoming years.

Charlotte Braig, 8b

Olivia Kniebel, 8b

 

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Europatag – Discussion Panel mit US-Generalkonsul Richard Yoneoka

Einige Wochen vor dem Europa Tag hat Herr Callesen angefangen uns vorzubereiten. Die Vorbereitung bestand darin, dass wir in Kleingruppen aufgeteilt wurden und jede Gruppe zu verschiedenen Themen eine 40-minütige Präsentation erarbeitet hat. Es handelte sich um aktuelle wichtige Themen in Europa. Wir hatten die Wahl zwischen ‚Environment‘, ‚Economy‘, ‚Security‘ oder ‚Development Aid‘.
Am Europatag selber sind wir dann in unseren Gruppen in jeder 10. Klasse einmal aufgetreten, um ihnen zunächst ein Grundwissen über diese Themen zu bieten. Die Präsentation wurde natürlich auf Englisch gehalten, da sie ja die Basis für das Diskussionspanel am nächsten Tag mit Herrn Richard Yoneoka, dem Generalkonsul Hamburgs, war. Es hat Spaß gemacht über ein aktuelles Thema, welches uns alle als EU-Bürger betrifft, zu sprechen und auch andere daran Teil haben zu lassen. Die 10. Klässler wirkten sehr interessiert und haben gespannt zugehört. Am Ende des Europatags wurde dann aus jeder Gruppe ein Experte für den folgenden Tag ausgewählt, der die Möglichkeit hatte, Fragen, die bei der Bearbeitung der Themen aufgekommen sind, mit Herrn Yoneoka zu diskutieren. Dieser wirkte vom ersten Moment an überaus freundlich, gleichzeitig hatte er aber auch eine gelassene und humorvolle Art an sich. Schon das gab uns von Anfang an ein gutes Gefühl und nahm uns die Nervosität.


Nach einer Eröffnungsrede von unserem Schulleiter, Herrn Löns, eröffnete dann Ben Reichel (S2, International Studies Profil) das Diskussionspanel und stellte dem Generalkonsul die ersten kniffligen Fragen zum Thema Sicherheit. Bei allen Themen wurde auch Bezug zu den USA genommen, um noch einen weiteren Blickwinkel auf die Probleme zu haben und natürlich die Meinung von Herrn Yoneoka zu hören.
Anschließend hatte Ferdinand Schulz (S2, International Studies Profil) die Möglichkeit, Fragen zu dem Thema Wirtschaft zu stellen. Danach war ich, Sara Lato (S2, International Studies Profil) an der Reihe und habe mir Antworten zum Thema Umwelt eingeholt. Zuletzt haben Luka Lilie (S2, International Studies Profil) und Tobias Wiegand (S2,Geographie Profil) zu dem Thema Entwicklungshilfe ein paar Fragen gestellt.
Zu unserer Überraschung war dieses Panel keineswegs einseitig. Richard Yoneoka hat einige Rückfragen gestellt, durch verschiedene Methoden uns und das Publikum auf Trab gehalten und es dadurch zu einer sehr interessanten Diskussion gemacht, bei der beide Seiten ihre Meinungen äußern und gleichzeitig Verständnis und Einsicht zur anderen zeigen konnten.
Auch nach dem Panel entstanden noch weitere Gespräche über einige Dinge, die durch die begrenzte Zeit ein wenig zu kurz kamen.
Im Großen und Ganzen denke ich, dass der Europatag und das Panel am anschließenden Tag eine Bereicherung für jeden war. Für die Schüler, da sie danach viel mehr über die Europäische Union und ihre derzeitigen Projekte und Probleme wussten, für uns Panelteilnehmer, da wir die Chance hatten mit einem Karrierediplomaten über aktuelle Themen zu diskutieren und natürlich auch für die Lehrer, da sie neue Methoden kennenlernten, um Wissen interessanter zu vermitteln, außerdem bestimmt auch das ein oder andere dazu gelernt haben.

Sara Lato

Einen weiteren, offiziellen Schulbericht zu der Veranstaltung finden Sie hier.

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Bericht aus Brüssel

Bericht aus Brüssel  

Es ist noch dunkel als meine Reise beginnt. Bushaltestelle, 4.05 Uhr. Hamburger Schietwetter. Ankunft am Airport 4.50 Uhr, Check-In, Sicherheitscheck, Flieger um 7.00 Uhr. Nach 70 Minuten Flugzeit Ankunft, am Europäischen Parlament gegen 9.00 Uhr, Check-In im Hotel um 9.15 Uhr. Glück gehabt, ein Zimmer war frei. Kurz aufs Bett fallen lassen. Dann Hemden bügeln. Was nun?

In der Zeit bis zum offiziellen Beginn durchwandere ich das Europaviertel: Dort liegt nicht nur das „Europäische Parlament“ und die „Europäische Kommission“, sondern auch der „Rat der Europäischen Union“ und der „Europäische Rat“. Nach zwei obligatorischen „pain au chocolat“ in der nächstgelegenen Boulangerie flanieren im Jubelpark (Parc du Cinquantenaire): Wer hätte es gewusst – auch die Belgier haben einen Triumphbogen mit einer Quadriga, erbaut 1880 anlässlich der 50-jährigen Unabhängigkeit von den Niederlanden. Das ganze Viertel versprüht eine internationale Atmosphäre: Auf der Straße und in den Cafés wird im laufenden Satz zwischen Französisch, Niederländisch und Englisch gewechselt, dazu die vielen Dialekte. Niemand fragt, woher man kommt. Eine Selbstverständlichkeit. Andererseits auch viele Sicherheitsbeamte vor den zentralen Gebäuden. Viele Polizisten und einige stark bewaffnete Soldaten patrouillieren. Anzeichen des glokalen Terrors, der Brüssel im vergangenen März heimgesucht hat. Vor der Kommission eine kleine, aber laute Demonstration von Nigrern, die lautstark das Eingreifen der EU fordern: Sie benötigen Hilfe gegen Terrororganisationen wie Boko Haram und Al-Qaida im Maghreb sowie Unterstützung für das Bildungs- und Gesundheitssystem, die Infrastruktur und Investitionen, um auf die Beine zu kommen. Die EU – ein Garant für Frieden, Freiheit, Gleichberechtigung? Eine glückselige Insel der Vernunft und gegenseitigen Hilfsbereitschaft im Ozean globaler Krisen und Kriege?

Diese Gedanken begleiten mich auf dem Weg zum ‚Seminar for EP Ambassador Schools teachers Brussels‘ – Treffpunkt: Rue Wiertz 60, Brüssel 1047, direkt vor dem Parlament. Anwesend sind über vierzig mehr oder weniger nervöse Lehrerinnen und Lehrer aus sieben Ländern: Polen, Spanier, Niederländer, Franzosen, Niederländer, Italiener, Iren und Deutsche, zusätzlich Mitarbeiter des EP (=Europäisches Parlament) und Gesandte aus einigen nationalen Parlamenten.

In Vielfalt geeint – denn alle Anwesenden sind mit den gleichen Wünschen und Zielen nach Brüssel gereist. Die teilnehmenden Schulen könnten unterschiedlicher nicht sein und trotzdem, oder gerade deshalb, herrscht ein offener Austausch, eine gewisse Aufbruchsstimmung. Gemeinsamkeiten werden entdeckt, und gemeinsame Fragen stehen im Raum: Wie können wir Europa in den Herzen und Köpfen der Menschen aktivieren? Wie begeistert ihr eure Schüler? Wie vermittelt ihr die Bedeutung der EU?

Ja, was macht die EU wirklich aus? – frage ich mich. So wird es hier gesehen: Die EU als das größte Friedensprojekt aller Zeiten. Erschaffen in einem Europa, das jahrhundertelang mit Kriegen überzogen wurde. Ein Projekt mit Zukunftsperspektive, an dessen Erfolg nach dem 2. Weltkrieg wohl die Wenigsten geglaubt hätten. Im Zentrum das Parlament als das demokratische Instrument der EU-Bürger, um Europa nach ihrem eigenen Willen aktiv zu gestalten. Wir können entscheiden! Demgegenüber droht am Horizont die Rückkehr zu nationalstaatlicher Isolation: Man spricht zu diesem Zeitpunkt besorgt über einen möglichen Wahlsieg des Front National in Frankreich – es könnte das Ende der EU sein. Macron`s Sieg wird hier sicher groß gefeiert! Der Brexit hingegen liegt wie ein Schatten über dem Parlament und alle bekunden Trauer und Unverständnis.

Ich frage mich, wie es soweit kommen konnte? Warum assoziieren viele EU-Bürger mit der EU zunächst die Gurkenkrümmungsverordnung? (Diese Verordnung existiert übrigens schon lange nicht mehr!) Und warum werden wirkliche Ängste und Sorgen der Menschen nicht ausreichend thematisiert? Dass viele EU-Bürger ihr Europäisches Parlament nicht mehr ernst nehmen, erscheint als größtes Problem. Denn wie sollen die Interessen der Bürger vertreten werden, wenn sie ihr Parlament nicht nutzen? Wie sollen notwendige Reformen durchgesetzt werden, wenn die Bürger nicht mehr an ihr Mitbestimmungsrecht glauben?

In Workshops und Diskussionen widme ich mich zusammen mit den Vertretern anderer Botschafterschulen diesen Fragen und gemeinsam werden Konzepte entwickelt. Nach zwei vollen Tagen ist mir eins klar: Wir sind alle auf dem Weg. Zunächst ging es allerdings wieder zurück nach Hamburg. Im Gepäck einige neue Ideen, viel Enthusiasmus, neue Kontakte, aber vor allem eines:  europäische Erfahrungen…

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