Stephan Köller

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Europa-Schulevent am Immanuel-Kant-Gymnasium

Am Donnerstag, 21.05.2026 nahm das I-Studies-Profil unserer Schule an einem Europa-Event am Immanuel-Kant-Gymnasium teil. Schon früh am Morgen machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach Harburg. Aufgrund der großen Entfernung war die Anreise leider ziemlich lang und anstrengend, dennoch freuten wir uns auf einen spannenden Tag rund um das Thema Europa und dessen Zukunft.

Nach unserer Ankunft wurden zunächst alle teilnehmenden Schulen und Gruppen begrüßt. Dabei wurde erklärt, worum es bei dem Event geht und welche Themen im Laufe des Tages behandelt werden sollten. Anschließend begann der eigentliche Hauptteil der Veranstaltung: die Workshopphase. Besonders interessant war dabei, dass sich jeder seinen Workshop selbst aussuchen durfte. Dadurch konnte jeder an einem Thema arbeiten, das ihn persönlich besonders interessierte. Die Workshops bestanden aus einer Zusammenarbeit in großen Gruppen, in denen Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen gemeinsam diskutierten, Ideen entwickelten und ihre Meinungen austauschten. Ziel war es, sich intensiv mit europäischen Themen auseinanderzusetzen und gemeinsam kreative Lösungen für aktuelle Herausforderungen Europas zu finden.

Leonard und ich entschieden uns für den Workshop mit dem Thema „Die Zukunft Europas“. In diesem Workshop teilten wir uns zunächst in kleinere Gruppen auf, damit wir besser zusammenarbeiten und eigene Ideen entwickeln konnten. Danach erhielten wir die Aufgabe, ein neues Gesetz zu entwerfen, das die Zukunft Europas möglichst positiv beeinflussen und verbessern soll. Unsere Gruppe entschied sich dazu, den Fokus besonders auf demokratische Werte sowie soziale Themen zu legen. Uns war wichtig zu zeigen, dass Demokratie eine zentrale Grundlage für ein gemeinsames und friedliches Europa ist. Außerdem wollten wir deutlich machen, dass Zusammenhalt, Mitbestimmung und gegenseitiger Respekt innerhalb Europas eine große Rolle spielen. Nach längeren Diskussionen und dem Sammeln verschiedener Ideen entwickelten wir schließlich einen eigenen Slogan: „Bist du gegen Demokratie, so kommst du in die EU nie!“

Mit diesem Satz wollten wir darauf aufmerksam machen, wie wichtig demokratische Werte für die Europäische Union sind. Gleichzeitig sollte der Slogan eine klare Botschaft vermitteln und die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Workshops zum Nachdenken anregen. Nachdem alle Gruppen ihre Ergebnisse fertiggestellt hatten, kamen die verschiedenen Workshops erneut zusammen. Dort präsentierten die Gruppen ihre Ideen, Vorschläge und Ergebnisse vor allen Teilnehmenden. Dadurch konnte man viele unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen und erfahren, welche Gedanken sich andere Gruppen zur Zukunft Europas gemacht hatten.

Zum Abschluss des Events gab es noch einen gemeinsamen Ausklang sowie ein abschließendes Fazit der Veranstalter. Trotz der langen Anreise nehmen wir aus diesem Tag viele positive Eindrücke mit. Besonders gut gefallen hat uns die kreative Gestaltung der Workshops sowie die Möglichkeit, mit anderen Schülerinnen und Schülern über wichtige europäische Themen zu diskutieren. Außerdem konnten wir neue Ideen und Denkanstöße zur Zukunft Europas mitnehmen und einen besseren Einblick darin gewinnen, wie wichtig Demokratie und Zusammenarbeit innerhalb Europas sind.

Text von Milla Ganschow und Leonard Schnorrenberg S2

Zu Beginn der Veranstaltung wurden zunächst organisatorische Dinge geklärt, u.a. die Aufteilung der Workshops auf die verschiedenen Räume.

In den Workshops ging es dann an die Gestaltung von Plakaten.

Zentrale Begriffe wie Frieden und Zusammenhalt wurden immer wieder genannt.

Abschlussrunde und Präsentation der Ergebnisse aus den Workshops.

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Europatag 2026

Am Donnerstag, 07.05.2026 fand wieder der Europatag am Gymnasium Ohlstedt statt, ein Projekttag, bei dem sich die ganze Schule dem Thema „Europa“ auf recht unterschiedliche Art und Weise widmet. Sämtliche Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich dabei in ihrem Jahrgang mit einem anderen Thema. Im 5. Jahrgang wurden zum Beispiel Comics gezeichnet und ein Quizraum durchgeführt. In den Jahrgängen 6 und 7 wurden dagegen kreative Brettspiele und Zeichnungen zum Thema „Ich und Europa“ angefertigt. Außerdem absolvierten die Klassen des 8. Jahrgangs ein Mini-Europaturnier, das durch Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler aus der S2 angeleitet wurde. Darüber hinaus fand in Jahrgang 9 ein interaktives Rollenspiel statt, das von unseren Juniorbotschaftern betreut wurde. Und für die Jahrgänge 10 und 11 wurde es wie immer politisch. In der Pausenhalle fand eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Vertretern der Hamburgischen Bürgerschaft sowie einem Vertreter der Europa-Union Hamburg statt. Wie immer war es also ein sehr abwechslungsreiches Angebot, das unseren Schülerinnen und Schülern das Thema „Europa“ näher brachte. Vielen herzlichen Dank auch an dieser Stelle an alle, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung eingebracht haben!

Die Schülerinnen aus der Europa-AG hatten ein Quiz für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler vorbereitet.

Viele verschiedene Brettspiele wurden gestaltet und im Anschluss ausprobiert.

Schülerinnen bei der Gestaltung der Zeichnungen zum Thema „Ich und Europa“.

Eindrücke vom Mini-Europaturnier.

Zwei Juniorbotschafterinnen waren bei der IVK und haben spielerisch das Thema „Europa“ vermittelt.

Zwei Juniorbotschafterinnen beim Durchführen der interaktiven Rollenspiele in Jahrgang 8.

Eindrücke von der Podiumsveranstaltung in unserer Pausenhalle.

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Podiumsveranstaltung im Hamburger Rathaus


Welches Europa brauchen wir? Unter diesem Motto fand am Montag, 04.05.2026 eine sehr spannende Veranstaltung im Kaisersaal des Hamburger Rathauses statt. Ausgehend vom Titel und dem gleichnamigen Buch, das vom österreichischen Sozialwissenschaftler und Migrationsforscher Gerald Knaus und seiner Tochter Francesca Knaus herausgegeben wurde und das sich aktuell auf der SPIEGEL-Bestsellerliste befindet, wurden verschiedene Visionen thematisiert, wie Frieden und Freiheit in Europa auch zukünftig gesichert werden können. Der Autor und die Autorin waren persönlich anwesend und diskutierten nach einem Impulsvortrag gemeinsam mit Svenja Hahn (MdEP) über Europas Errungenschaften, aber auch über realpolitische Gegebenheiten, die noch nicht optimal sind. Dabei konnte die einhellige Meinung festgestellt werden: Nur als Gemeinschaft ist man stark und kann sich vor möglichen Feinden schützen. Die Gelegenheit, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, nutzen auch vier Juniorbotschafterinnen unserer Schule, die sehr aufmerksam den Ausführungen folgten und im Anschluss das Gespräch mit dem Autor und der Autorin suchten.

Gerald Knaus und Francesca Knaus im Gespräch mit Svenja Hahn (MdEP). Moderiert wurde die Veranstaltung von Kathrin Schmid, Korrespondentin für die ARD in Brüssel.

Die vier Juniorbotschafterinnen, die an der Veranstaltung teilgenommen haben.

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Podiumsveranstaltung mit Herrn David Stoop (Linke, MdHB)

Im Rahmen des von der Schulbehörde organisierten Europaprojekttages besteht jedes Jahr die Möglichkeit, in Austausch mit Politikerinnen und Politikern oder Fachexpertinnen bzw. Fachexperten zu kommen. In diesem Schuljahr besuchte uns Herr David Stoop (Linke, MdHB), der sich am gestrigen Montag, 27.04.2026 von 10 bis 11:30 Uhr den Fragen der Schülerinnen und Schüler stellte, wobei der komplette 10. Jahrgang anwesend war. Die Themenpalette reichte dabei von der Außenpolitik und den Kriegen in der Ukraine und im Iran bis hin zur aktuellen Rolle der EU und diversen klimapolitischen Fragen. Außerdem kamen Inhalte wie Steuer- und Rentenpolitik oder die Mindestlohn-Debatte nicht zu kurz. Herr Stoop betonte wiederholt, dass Soziale Gerechtigkeit das Fundament der Gesellschaft darstellt. Von daher sollten nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft entsprechende politische Anstrengungen unternommen werden. Auf dem Podium agierten neben Herrn Stoop übrigens zwei Juniorbotschafterinnen und ein Juniorbotschafter, die direkt Fragen stellten und sich intensiv auf die Veranstaltung vorbereiteten. Letztendlich, und das war gut zu beobachten, war dieses Format eine schöne Abwechslung zum normalen Fachunterricht und ermöglichte den Schülerinnen und Schülern, direkt mit einem Politiker ins Gespräch zu kommen.

Mit viel Interesse verfolgten die anwesenden Schülerinnen und Schüler die Ausführungen von Herrn Stoop. Ebenso wurde die Gelegenheit genutzt, um etliche Fragen zu stellen.

Unsere Juniorbotschafter kurz vor der Veranstaltung mit Herrn Stoop.

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Neue Mitglieder gesucht !!!

Das Europa-Café als schulischer Ort, an dem Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Wirtschaftskurses+ die erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Praxis umsetzen können, basiert ganz wesentlich auf der Zusammenarbeit mit sehr engagierten Eltern aus dem Elternrat. Dazu wurde vor einigen Jahren ein Verein ins Leben gerufen, der als Träger fungiert und somit die rechtliche Grundlage für die schulische Tätigkeit bildet. Ausgehend von der Satzung des „Europa-Café Vereins“ ist vorgesehen, dass Eltern von Schülerinnen und Schülern, die aktuell das Gymnasium Ohlstedt besuchen, sich als Mitglied einbringen können. Leider stehen nun einige Elternteile in absehbarer Zeit nicht mehr für die Arbeit im Verein zur Verfügung.

Daher würden wir uns sehr freuen, wenn Sie sich als Elternteil angesprochen fühlen und uns mit Engagement und Enthusiasmus unterstützen würden, indem Sie als Mitglied dem Verein beitreten. Dadurch würden Sie einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass auch in Zukunft das Europa-Café als praxisnaher Lernort unseren Schülerinnen und Schülern zur Verfügung steht und über eine rechtlich abgesicherte Grundlage verfügt.

Nehmen Sie gern Kontakt auf (stephan.koeller@gyohl.hamburg.de), wir würden uns sehr darüber freuen!!!

Neben den wöchentlichen Öffnungen werden auch Abendveranstaltung durch Schülerinnen und Schüler aus dem Wirtschaftskurs+ betreut.

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Veranstaltung mit David McAllister im Forum Alstertal

Am Freitag, 21. November 2025 durften wir als Juniorbotschafter-Team an einer Veranstaltung mit David McAllister im Forum Alstertal in Hamburg teilnehmen. David McAllister ist ein CDU-Politiker, der Mitglied des Europäischen Parlaments ist. Früher war er Ministerpräsident von Niedersachsen und heute beschäftigt er sich vor allem schwerpunktmäßig mit Themen wie europäischer Außen- und Sicherheitspolitik. Im Rahmen der Arbeit des Juniorbotschafter-Teams nehmen wir regelmäßig an politischen Veranstaltungen teil. Für einige aus dem Juniorbotschafter-Team war dieser Abend dennoch eine neue Erfahrung, da es die erste Teilnahme an einer Veranstaltung dieser Art war. Aus diesem Grund gingen wir ohne konkrete Erwartungen in die Veranstaltung. Die Rede von David McAllister war sehr spannend und informativ. Er sprach über die verschiedenen aktuellen politischen Herausforderungen in Europa und in der Welt. Dabei bezog er sich vor allem auf die Rolle sowie die Bedeutung der Europäischen Union. Besonders deutlich wurde in diesem Zusammenhang, wie wichtig Zusammenarbeit, Demokratie und eine handlungsfähige EU in der heutigen Zeit sind. Im Anschluss an den Vortrag fand eine offene Fragerunde statt, bei der die Teilnehmenden Fragen stellen konnten. Auch wir nutzten die Gelegenheit, um Fragen zu stellen und uns an der Gesprächsrunde zu beteiligen. Am Ende hatten wir sogar die Möglichkeit, kurz persönlich mit ihm zu sprechen.

Insgesamt war die Veranstaltung für uns eine sehr schöne und interessante Erfahrung. Sie hat unser Interesse an politischen und europäischen Themen weiter gestärkt, und wir würden uns freuen, in Zukunft wieder an ähnlichen Veranstaltungen teilnehmen zu dürfen.

Text von Tilda Bösche und Thea Seitz

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Mein Aufenthalt bei der EU-Sommerakademie

Am 4. August startete ich um 5 Uhr morgens meine Reise vom Hamburger Hauptbahnhof ins wunderschöne Passau in Bayern. Schon auf der Zugfahrt war ich voller Vorfreude – und auch ein bisschen aufgeregt, weil ich nicht genau wusste, was mich bei der EU-Sommerakademie erwarten würde, für die ich mich vor etlichen Wochen beworben hatte. Nach rund sieben Stunden Zugfahrt kam ich endlich an. Nach und nach trafen auch die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland und Österreich ein, und schließlich konnte das Programm beginnen.

In den folgenden vier Tagen erwartete uns ein abwechslungsreiches und intensives Programm. Wir nahmen an verschiedenen Workshops teil, die sich vor allem mit Methoden zur Vermittlung europäischer Inhalte beschäftigten. Besonders spannend war für mich der Austausch mit einem Professor für internationale Politik über aktuelle europäische Themen. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, mit dem Europaabgeordneten Hannes Heide (S&D) über politische Entwicklungen in der EU zu diskutieren. Am meisten hat mich jedoch beeindruckt, dass wir unsere eigenen Ideen und Projekte entwickeln und vorstellen durften. Die Organisatorinnen und Organisatoren unterstützten uns dabei nicht nur während der Akademie, sondern boten auch im Anschluss weitere Begleitung an – eine tolle Chance, wirklich etwas Nachhaltiges zu schaffen. Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz: Bei gemeinsamen Kaffeepausen mit Kuchen und abendlichen Essen entstand schnell eine offene und freundschaftliche Atmosphäre. Ich habe viele inspirierende Menschen kennengelernt, die sich – genau wie ich – für Europa und Politik begeistern. Mit einigen von ihnen habe ich bis heute Kontakt, und ich bin sehr dankbar für diese neuen Freundschaften.

Rückblickend muss ich sagen, dass ich sehr froh bin, an der Sommerakademie teilgenommen zu haben. Die Zeit bei der Akademie verging unglaublich schnell, und rückblickend kann ich wirklich nur jedem empfehlen, sich für die Sommerakademie 2026 zu bewerben – es ist eine großartige Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln, sich zu vernetzen und Europa hautnah zu erleben. Jedes Jahr findet die EU-Sommerakademie übrigens an einem anderen Ort statt, ist auf 54 Teilnehmende begrenzt, und die Bewerbung läuft bis jeweils Ende April. Besonders bemerkenswert ist, dass das gesamte Programm – einschließlich Unterkunft – vollständig von den Organisatoren finanziert wird. Wer also die Möglichkeit hat, sollte sich unbedingt für die EU-Sommerakademie 2026 bewerben – es lohnt sich wirklich!

Text von Helena Dineen (S3)

Gruppenfoto aller Teilnehmer an der EU-Sommerakademie.

Die EU-Sommerakademie fand in Passau unter entspannten Rahmenbedingungen statt.

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Die Entstehung des Schengen-Raumes

“Das ist doch das, weshalb es keine Kontrollen gibt, wenn wir in den Urlaub fahren.” Dieser Satz fiel vor einigen Wochen, als ich mit einem Mitschüler über den Schengen-Raum redete. Diese Aussage schockierte mich zutiefst, denn der Schengen-Raum ist für uns alle so alltäglich wie eh und je, was viele allerdings anscheinend nicht wissen. Wir räumen das Thema deshalb einmal auf und nehmen den Schengen-Raum genauer unter die Lupe – mitsamt seiner Idee und Entstehung.

Die Idee des Schengen-Raums ist es, den Zusammenhalt in Europa zu stärken. Dazu werden die Binnengrenzen für Waren und Personen geöffnet und die Außengrenzen gemeinsam und einheitlich gesichert. Grundsätzlich besteht die Idee eines gemeinsamen Europas mit freiem Verkehr schon sehr lange, und es gab viele “geistige” Vorgänger des Schengen-Raums, die jeweils verschiedene Aspekte aufwiesen und umsetzten.

Der früheste geistige Vorgänger des Schengen-Raums ist die Hanse. Diese entstand schon im 13. Jahrhundert. Die Hanse war ein Handelsbündnis mehrerer europäischer Städte (z.B. Hamburg, Lübeck, Stockholm). Diese einigten sich auf einen zollfreien oder -ermäßigten Warenverkehr sowie gemeinsame Handelsabkommen und Standorte in und mit anderen Ländern.

Ein weiteres Beispiel wäre der Deutsche Zollverein, der um 1830 gegründet wurde. Dieser führte alle deutschen Staaten und Städte zu einer Zollunion zusammen. Es gab weder Binnenkontrollen für Waren noch für den Personenverkehr und eine gemeinsame Sicherung der Außengrenzen. Allerdings beschränkte sich die Zollunion nur auf deutsche Staaten und ließ den gemeinsamen europäischen Gedanken außen vor.

Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) wird oft als Vorgänger der EU angesehen, allerdings liegen viele der Ziele der EWG sehr nah an der Idee des Schengen-Raums. Die EWG verfolgte unter anderem das Ziel, einen gemeinsamen europäischen Markt zu schaffen, um den Handel zu vereinfachen. Die Maßnahmen waren recht ähnlich zu denen des Schengen-Raums. Es gab zollfreien Handel, freien Verkehr für Pendler, gemeinsame Koordination der Wirtschaftspolitik und freien Warenverkehr.

Bevor die EWG-Staaten dann anfingen, sich zur EU umzuorientieren, wurde das Schengener Abkommen getroffen und regelt seither die Grenzpolitik der Mitgliedsstaaten. Zu den damaligen Mitgliedsstaaten traten über die Jahre immer wieder neue hinzu, zuletzt Kroatien im Jahre 2013. Der Schengen-Raum sorgt tagtäglich dafür, dass wir Zugriff auf ein so vielfältiges Warenangebot haben. Außerdem wird vielen Menschen ermöglicht, im Ausland zu arbeiten und natürlich auch unbeschwert in den Auslandsurlaub zu fahren.

Zusammengefasst kann man sagen, dass der Wunsch insbesondere im europäischen Kontext seit Jahrhunderten bestand, eine einheitliche Regelung zu finden. Diese wurde mit dem Schengener Abkommen, das mittlerweile seit 40 Jahren existiert, Realität. Dafür sollten wir alle dankbar sein.

Text von Elias Schmolt, Jahrgang 11

Übersicht über den Schengen-Raum.

(Quelle: www.europarl.europa.eu/topics/de/article/20180216STO98008/schengen-erweiterung-des-grenzfreien-raums-in-europa)

Grenzkontrollen statt Reisefreiheit: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wurde an fast allen Binnengrenzen im Schengen-Raum kontrolliert.

(Quelle: www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/203499/vor-25-jahren-der-schengen-raum-wird-realitaet/)

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